Institut für Erziehungswissenschaft

Abteilung Schul- und Unterrichtsforschung (ASU)

CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik (CAS FKd)

Individualisierung des Unterrichts und der Wandel von traditionellen Unterrichtsformen hin zu einem kompetenz- und ergebnisorientierten Lehren und Lernen sind aktuelle und wichtige Trends in der internationalen Bildungslandschaft. In den letzten Jahren hat der Einsatz und Stellenwert von Instrumenten zur Erfassung von Schülerkompetenzen deutlich zugenommen.

Ziel dieses Lehrgangs ist es, eine fundierte und umfangreiche Weiterqualifikation anzubieten, die es Absolvent/-innen ermöglichen soll, qualifiziert an der Entwicklung von Test- und Lernfördersystemen mitarbeiten und das Ziel einer individuellen, evidenzbasierten Förderung realisieren zu können. Der Studiengang beleuchtet dabei verschiedene Blickwinkel: Von der Entwicklung von Testaufgaben und Begleitmaterialien zu konkreten Fördermassnahmen und der Nutzung der Ergebnisse für bestimmte (bildungspolitische) Steuerungsfunktionen.

Zielpublikum

Der Studiengang richtet sich an Personen, die in den Bereichen Bildungswesen, Fachdidaktik, Lehrpersonenausbildung und Testentwicklung tätig sind, an Personen aus der Bildungsverwaltung und Bildungspolitik sowie an Lehrpersonen mit besonderem Interesse an förderorientierter Beurteilung.

Beratung

Bei allen inhaltlichen Fragen rund um den Studiengang "CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik" berät Sie gerne der Studiengangsleiter: Michael Kickmeier-Rustmichael.kickmeier@phsg.ch, +41 71 243 96 71 

Bei administrativen Fragen rund um den Studiengang "CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik" wenden Sie sich bitte an die Studiengangsleiterin: Tanja Augustin, tanja.augustin@edu.unibe.ch, +41 31 631 32 37

Basisinformationen
Abschluss: Certificate of Advanced Studies Förderorientierte Kompetenzdiagnostik
Struktur: Berufsbegleitender Studiengang, Einzelmodulbuchung möglich
Umfang:
12 ECTS
Dauer: 1 Jahr
Daten: März 2019 - Januar 2020
Ort: Bern und St. Gallen
Unterrichtssprache: Deutsch
Zulassung:
Herbstsemester
Kosten: CHF 8'000.--
Anmeldung: Ganzer Studiengang 28. Februar 2019 / Einzelmodule des aktuellen Studiengangs: laufend
Trägerschaft: Abteilung Schul- und Unterrichtsforschung, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern
Kooperationspartnerin: Pädagogische Hochschule St. Gallen
Studienreglement CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik 2018 (PDF, 94KB)

Anmeldung

Anmeldeformular CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik 2019-2020 (WORD, 74KB)

Dokumente

Broschüre CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik 2018/2019 (PDF, 568KB) Flyer CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik 2018/2019 (PDF, 696KB)

Podiumsveranstaltung

Zum Auftakt des CAS trafen wir uns zu einer Podiumsdiskussion im Hauptgebäude der Universität Bern. Im Mittelpunkt standen das Impulsreferat von Prof. Dr. Jan Hochweber (PHSG) und die Podiumsdiskussion mit Vera Husfeldt (EDK), Marco Adamina (PH Bern), Jan Hochweber (PHSG) und Sandra Hupka-Brunner (Universität Bern). Ein Apéro riche rundete die Veranstaltung ab und bot Gelegenheit für einen persönlichen Austausch.

Rahmenmodul

Einführung und Organisation / Forschungskollquium / Abschluss und Evaluation

Umfang: 1 Tag am 22. März 2019, 1 Tag im Juni 2019, 2 Tage im Januar 2020 in Bern (2 ECTS)

Das Rahmenmodul hat zu Beginn des CAS-Lehrgangs das Ziel eine allgemeine Einführung zu geben, die Lerninhalte zu erläutern und in die einzelnen Module vorzustellen. Besonders werden die Wahlmodule vorgestellt, um eine individuelle Planung des Lehrgangs zu ermöglichen. Darüber hinaus dient dieses Modul zu Begleitung des gesamten Lehrgangs und zur Integration der einzelnen Elemente und Module. In diesem Kontext wird auch die Lehrgangsarbeit der Teilnehmenden begleitet, diskutiert und durchgeführt.

Modul 1

Grundlagen der Kompetenzdiagnostik

Umfang: 2.-3. Mai 2019 in St. Gallen (2 ECTS)

In diesem Modul werden die Grundlagen des Kompetenzbegriffs vermittelt, und die Teilnehmenden lernen Konzepte und Modelle der Kompetenzstruktur und Kompetenzentwicklung kennen. Thematisiert wird die Erfassung von Kompetenzen auf der Grundlage von Tests und anderer Beurteilungsmethoden, in Abhängigkeit von der Zielsetzung der Kompetenzmessung. Es werden die Rahmenkonzepte und Strategien verschiedener Test- und Lernfördersysteme vorgestellt und die Teilnehmenden erhalten Einblick in die konkrete Anwendung verschiedener Produkte und Werkzeuge. Das Modul wirft auch einen kritischen Blick auf die Kompetenzdiagnostik und standardisierte Tests im Allgemeinen und zeigt neben psychometrischen auch alternative Ansätze auf. 

Modul 2

Prozesse und Methoden der Aufgaben- und Testentwicklung

Umfang: 27.-28. Juni 2019 in Bern (2 ECTS)

In diesem Modul werden die Prozesse und Methoden der Aufgaben- und Testentwicklung vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten Einblick in die Testtheorie und die Qualitäts- und Gütekriterien von Tests. Es werden Aufgabentypen, Antwortformate und Bewertungsmethoden vorgestellt, und es findet eine Aufarbeitung und Systematisierung von Prozessen und Kriterien für die Aufgabenentwicklung und -kodierung, verbunden mit der Erstellung entsprechenden Materials (z.B. Kriterien­raster) statt. Weiter erlernen die Teilnehmenden die praktische Erstellung von Kodiermanualen zur Gewährleistung der Testgütekriterien (u.a. ausreichende Interrater-Reliabilität) sowie die Durchführung und Begleitung des Kodierprozesses (z.B. Schulung und Beratung von KodiererInnen oder Lehrpersonen).

Modul 3

Statistische und methodische Grundlagen von Testdaten aus Kompetenztests

Umfang: 29.-30. August 2019 in St. Gallen (2 ECTS)

Dieses Modul vertieft die statistischen und methodischen Grundlagen der Analyse von Testdaten, speziell im Hinblick auf den Gedanken der Förderorientierung und möglicher Massnahmen für die Unterrichtsgestaltung. Das Modul geht auf die Charakteristika und Verfahren der klassischen und probabilistischen Testtheorie ein und es behandelt Skalierungs- und Normierungsverfahren, das Desing von Testheften, sowie statische Analyseverfahren zur Klärung spezifischer Fragestellungen. Neben den theoretischen Grundlagen werden auch konkrete Analysewerkzeuge wie R vorgestellt. In einem weiteren Schwerpunkt des Moduls werden Methoden und Werkzeuge zur Darstellung und Kommunikation von Testergebnissen vorgestellt und die Teilnehmenden erarbeiten sich Kompetenzen in der Interpretation von Testresultaten.

Modul 4

Entwicklung fachdidaktiksches Begleitmaterial

Umfang: 19.-20. September 2019 in Bern (2 ECTS)

Im Zentrum steht die Entwicklung von fachdidaktischem Begleitmaterial, welches den „didaktischen Brückenschlag“ zwischen den rückgemeldeten Testresultaten und möglichen Massnahmen für die Unterrichtsentwicklung sowie die individuelle Förderung von Schüler/innen ermöglicht. Thematisiert werden u.a. die Konzeption von Fehleranalysen (inklusive der Identifikation typischer Falschlösungen von Aufgaben und deren kognitiven Ursachen) zur Unterstützung und Förderung der Lernenden, die Entwicklung aufgabenbezogener Hinweise zu den kognitiven Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufgabenlösung, die Beschreibung möglicher (korrekter) Lösungswege. Darauf aufbauend wird der didaktische Umgang mit typischen Bearbeitungsfehlern vermittelt, verknüpft mit der Auswahl bzw. Konzeption passender Lernaufgaben für die Arbeit im Unterricht. In Praxisprojekten erarbeiten sich die Teilnehmenden die Verknüpfung von Lernaufgaben und Lernmaterial mit den Kompetenzen der SchülerInnen unter Berücksichtigung einschlägiger Lehrmittel.

Wahlmodule

Vertiefungsmodul a: Learning Analytics und Lern-Management-Systeme

Umfang: 31. Oktober 2019 in Bern (1 ECTS)

Learning Analytics ist ein zentraler Ansatz im Bereich des technologie-basierten Lehrens und Testens. Das Modul gibt einen Überblick über die Methoden und Ansätze von Learning Analytics, sowie den Einsatz von Lern-Management- bzw. eLearning-Systemen. Es bietet eine Einführung in die populärsten Tools und zeigt, wie diese zur Beurteilung von Leistung, Einstellungen und sozialen Interaktionen genutzt werden können. Die Teilnehmenden üben den praktischen Einsatz und entwickeln Mechanismen, um digitale Systeme und Werkzeuge förderorientiert zu nutzen. Anhand von Vorbildprojekten werden verschiedene Lernszenarios, von rein digital bis Blended Learning Szenarios, vorgestellt und in Richtung ihrer diagnostischen Qualität und ihres Potentials aufgearbeitet. Letztlich werden im Modul ethische Aspekte datenbasierter Kompetenzdiagnostik aufgearbeitet.

Vertiefungsmodul b: Fachdidaktiken für digitale / interaktive Medien

Umfang: 5. September 2019 in Bern (1 ECTS)

Aktuelle Forschungsergebnisse, pädagogische Modelle und Konzeptionen digitaler Medien in der Lehre, sowie deren sozialwissenschaftlichen Grundlagen werden im Kontext der individuellen Förderung aufgearbeitet und im Bezug zu digitalen Unterrichts- und Testszenarien diskutiert. Das Modul legt einen speziellen Fokus auf die Besonderheiten digitaler Lehr- und Beurteilungsinstrumente und diskutiert die Vor- und Nachteile gegenüber traditionellen Formen. Im Modul wird auch vertieft auf die Aufgabenkonstruktion eingegangen. Es wird gezeigt, welche Aufgaben- und Antwortformate technisch realisierbar sind und wie diese mit didaktischen Aspekten in Beziehung gesetzt werden können.

Vertiefungsmodul c: Lernspiele und virtuelle Welten

Umfang: 24. September in St. Gallen (1 ECTS)

Dieses Modul bietet eine Einführung in die Konzepte digitaler Lernspiele und in den Einsatz von virtuellen Welten im Unterricht. Das Modul bietet eine Aufarbeitung der Möglichkeiten und Grenzen der Beurteilung von Kompetenzen, Einstellungen oder sozialer Interaktionen mithilfe virtueller Welten, und es vermittelt die Elemente der praktischen Gestaltung von Assessment-Szenarien. Dazu gehören die technischen, design-bezogenen, und fachdidaktischen Grundlagen. Im Modul werden in Praxisprojekten Spieldesign, Unterrichts- und Testdesign verbunden und in konkreten Anwendungen umgesetzt.

Vertiefungsmodul d: Lernfördersysteme in der Praxis

Umfang: 21. Oktober 2019 in St. Gallen (1 ECTS)

Neben den theoretischen Grundlagen und dem technischen Know-How sind Erfahrungen mit Test- und Lernfördersystemen in der Praxis wichtig. Dieses Modul richtet sich speziell an PraktikerInnen, die gezielt den pädagogisch sinnvollen Umgang mit diesen Systemen erlernen und vertiefen wollen.

Zielgruppe

Der Studiengang richtet sich an Personen, die in den Bereichen Bildungswesen, Fachdidaktik, Lehrpersonenausbildung und Testentwicklung tätig sind, an Personen aus der Bildungsverwaltung und Bildungspolitik sowie an Lehrpersonen mit besonderem Interesse an förderorientierter Beurteilung.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang sind ein Hochschulabschluss sowie Berufspraxis in den Bereichen Schule, Fachdidaktik, Testentwicklung, Lehrpersonenausbildung und Weiterbildung, Bildungsverwaltung oder Bildungspolitik. Aufnahmen "sur dossier" sind möglich. Bei Personen ohne Hochschulabschluss oder Berufspraxis kann die Programmleitung weitere Auflagen für die Zulassung machen, damit sichergestellt ist, dass diese den Studiengang erfolgreich absolvieren können. Um beste Lernvoraussetzungen zu schaffen, ist die Anzahl Studierender auf 20 Personen begrenzt.

Unterrichtssprache

Der Studiengang wird auf Deutsch durchgeführt.

Weitere Informationen

Bei Fragen gibt Ihnen der Studiengangsleiter Michael Kickmeier-Rust, michael.kickmeier@phsg.ch gerne Auskunft.

Anmeldungen für den Studiengang an Tanja Augustin, tanja.augustin@edu.unibe.ch

Anmeldung

Die Module des Studiengangs starten am 22. März 2019. Die Anmeldefrist läuft bis am 28. Februar 2019. Füllen Sie das Anmeldeformular aus und senden Sie es an die Studiengangsleiterin: Tanja Augustin, tanja.augustin@edu.unibe.ch.

Die verschiedenen Module können auch einzeln besucht werden, sofern noch freie Plätze vorhanden sind. Weitere Informationen dazu bei der Studiengangsleitung.

Kosten

Der Studiengang kostet insgesamt CHF 8'000.--, die Abrechnung für den Besuch von Einzelmodulen geht über die Studiengangsleitung. Der Preis schliesst die Kursunterlagen und Pausenverpflegung ein. Transportkosten, Hauptmahlzeiten sowie Übernachtungen gehen zu Lasten der Teilnehmenden.

Podiumsveranstaltung

Freitag, 18. Januar 2019

Zum Auftakt des CAS trafen wir uns zu einer Podiumsdiskussion im Hauptgebäude der Universität Bern. Im Mittelpunkt standen das Impulsreferat von Prof. Dr. Jan Hochweber (PHSG) und die Podiumsdiskussion mit Vera Husfeldt (EDK), Marco Adamina (PH Bern), Jan Hochweber (PHSG) und Sandra Hupka-Brunner (Universität Bern). Ein Apéro riche rundete die Veranstaltung ab und bot Gelegenheit für einen persönlichen Austausch.

Rahmenmodul: Einführung

Freitag, 22. März 2019, Bern

Modul 1

Donnerstag und Freitag, 2.-3. Mai 2019, St. Gallen

Modul 2

Donnerstag und Freitag, 27.-28. Juni 2019, Bern

Modul 3

Donnerstag und Freitag, 29.-30. August 2019, St. Gallen

Modul 4

Donnerstag und Freitag, 19.-20. September 2019, Bern

Rahmenmodul: Forschungskolloquium

Juni 2019, Bern

Rahmenmodul: Abschluss

Januar 2020, Bern

Vertiefungsmodul a

Donnerstag, 31. Oktober 2019, Bern

Vertiefungsmodul b

Donnerstag, 5. September 2019, Bern

Vertiefungsmodul c

Dienstag, 24. September 2019, St. Gallen

Vertiefungsmodul d

Montag, 21. Oktober 2019, St. Gallen

Trägerschaft

Trägerin des Studiengangs «CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik» ist die Abteilung Schul- und Unterrichtsforschung des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Bern, die das Studienreglement erlassen und den Studiengang genehmigt hat. Sie hat als strategisches Organ eine Programmleitung eingesetzt. Der Studiengang wird in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule St. Gallen angeboten.

Programmleitung

Die Programmleitung des «CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik» ernennt die operative Leitung des Studiengangs (Studienleitung) und genehmigt das Studienprogramm. Sie entscheidet über die Zulassung von Studierenden und Dozierenden, über die Prüfungsmodalitäten sowie die Verleihung des Abschlusses. Zugleich ist sie verantwortlich für die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Studiengangs.

Prof. Dr. Tina Hascher, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern

Prof. Dr. Christian Brühwiler, Institut Kompetenzdiagnostik, Pädagogische Hochschule St. Gallen

Prof. Dr. Jan Hochweber, Institut Kompetenzdiagnostik, Pädagogische Hochschule St. Gallen

Prof. Dr. Michael Kickmeier-Rust, Institut Kompetenzdiagnostik, Pädagogische Hochschule St. Gallen

M. Sc. Tanja Augustin, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern

Studiengangsleitung

Michael Kickmeier-Rust, Leiter CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik, Institut Kompetenzdiagnostik, Pädagogische Hochschule St. Gallen

Tanja Augustin, Leiterin CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern

Manuela Haldimann, Assistentin CAS Förderorientierte Kompetenzdiagnostik, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern