Die digitale Transformation verändert die Hochschullehre an der Universität Bern grundlegend. Digitale und hybride Lehrformate eröffnen neue Möglichkeiten für flexibles und ortsunabhängiges Lernen. Gleichzeitig bringen sie für Studierende neue Herausforderungen mit sich, etwa einen erhöhten Selbststeuerungsbedarf, Informationsüberflutung, weniger soziale Interaktion und einen bewegungsärmeren Studienalltag.
Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt SWELL, wie sich digital unterstützte Hochschullehre auf das Wohlbefinden von Studierenden auswirkt. Das Projekt ist ein Kollaborationsprojekt des Instituts für Sportwissenschaft und der Erziehungswissenschaft der Universität Bern. Im Zentrum steht die Frage, welche Bedingungen das studentische Wohlbefinden in einer zunehmend digitalisierten Hochschulumgebung fördern oder beeinträchtigen. Dabei werden sowohl studienbezogene Anforderungen als auch persönliche und soziale Ressourcen berücksichtigt.
SWELL verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz und verbindet quantitative Befragungen, qualitative Interviews sowie Pilotinterventionen in Lehrveranstaltungen. Auf dieser Grundlage sollen wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Empfehlungen für die Gestaltung digital unterstützter Hochschullehre entwickelt werden.
SWELL leistet damit einen Beitrag zur evidenzbasierten Weiterentwicklung der Lehre an der Universität Bern und richtet den Fokus gezielt auf eine Hochschullehre, die nicht nur digital innovativ, sondern auch wohlbefindensfördernd ist.